Die Landschaft, die man im Aostatal vorfindet, wenn man aus dem Piemont kommt, ist ein Einstieg in die Bergwelt. Es fällt nicht schwer, sich neben den Hängen, die sich entlang der Hauptstraße erstrecken und mit zunehmender Höhe immer näher rücken, die Almen vorzustellen, auf denen der Fontina d’Alpeggio DOP hergestellt, gepflegt und geschützt wird.
Der Berg, geprägt von den Weinbergen, die sich auf der Sonnenseite des Tals prächtig präsentieren, sind nur ein Vorgeschmack auf das Gesamtbild von Geschmäcker und von Geschmacksrichtungen typisch für diese Region. Wurstwaren wie der Lardo di Arnad oder solche mit traditionellem Geschmack wie die Motzetta. Natürlich jede Menge Käse, aber nicht nur das.
Der Fontina DOP aus den Almen bleibt die Königin der Tafel, doch die Kombinationen – angefangen bei den Weinen – machen die Tafeln des Aostatals zu einem’Ein kulinarisches Erlebnis, das es zu entdecken gilt
Der Wein: Rot- und Weißweine von den sonnigen Hängen des Tals
Die Berge des Aostatals sind übersät mit sonnigen Hängen und Bergrücken, auf denen die Trauben von den frühen Morgenstunden bis zum Sonnenuntergang von der Sonne gewärmt werden. Der Wein- und Gastronomie-Reise Im Aostatal kann man nur hier ansetzen und bei der Geschichte seiner Weine, die ebenso wie die des Fontina-Käses mit DOP-Gütesiegel auf Spuren von antike Epochen. Die Weine der Region spiegeln denselben Charakter ihrer Bewohner wider: robust und das Ergebnis von Anbau auf unwegsamem Gelände direkt unterhalb imposanter Berge.
Seit 1900 hat der Wein aus dem Aostatal seine alte Tradition wiederentdeckt und sich in der Neuzeit im Zuge der Gründung von Weingütern weiterentwickelt, die heute eine’große Auswahl an DOC-Weinen, in ganz Italien und auf internationaler Ebene verbreitet. Zu den rot Dazu gehören der Arnad-Montjovet, Donnas, Gamay, Merlot, Nebbiolo, Pinot Noir und die alte Rebsorte Syrah. Auch die Weiße Chardonnay, aber auch Müller-Thurgau, Petite Arvine, Pinot Grigio und Prié Blanc. Sehr eigenwillig, wenig säurehaltig und mit interessanten Nuancen ist auch der Rosé auf Nebbiolo-Basis. Weniger bekannt, aber durchaus begehrt sind die Passito-Weine aus Chardonnay Vendemmia Tardiva und Pinot Grigio Vendemmia Tardiva. Und schließlich, ebenfalls aus Nebbiolo, sollten Sie sich die Aromen der Grappa des Aostatals.
Vom Arnad-Speck bis zur Motzetta: traditionelle Wurstwaren
Noch bevor man die höchsten Gipfel erklimmt, auf dem Talsohle Auf dem Weg vom Canavese nach Aosta wird der Gaumen mit dem König der Wurstwaren aus dem Aostatal konfrontiert: dem Lardo d’Arnad DOP, einem Produkt mit geschützter Ursprungsbezeichnung, das ausschließlich aus der Schulter von Schweinen mit einem Gewicht von mehr als zwei Quintalen hergestellt wird. Ein Unikat, das nicht nur den Ausgangspunkt betrifft, denn sobald die Speckstücke gewonnen sind, werden sie in den “doils”, alte Gefäße aus Kastanien- oder Eichenholz. Hier die Schichten des Speck, die sich so lange überlagern, bis die Füllung gesättigt ist, wechseln sich ab mit einer Mischung aus Salz, Wasser, Gewürze, natürliche Aromen und Bergkräuter. Nach einer Reifezeit von nicht weniger als drei Monaten, in denen der Speck seinen Duft und seine organoleptischen Eigenschaften entwickelt, die ihn auf so besondere Weise auszeichnen, dass auf der Zunge zergehen auf dem Tisch, perfekt zu mit Honig bestrichenen Roggenbrot-Crostini.
Der Speck aus Arnad ist jedoch nicht der einzige König auf den Tischen des Aostatals. Die lokalen Wurstwarenhersteller produzieren verschiedene traditionelle Wurstwaren, darunter la Motzetta, eine besondere Art von getrocknetem Fleisch, das sehr schmackhaft und aromatisch ist und aus Rind- oder Gamsfleisch hergestellt werden kann. Und schließlich gibt es für Feinschmecker noch die Boudins, Salami aus Kartoffeln, Rote Bete und Schweineblut.
Der Fontina aus den Almen ist die Königin eines ganzen Reichtums an Aromen
Die Fontina g.U., der im gesamten Aostatal, in Italien und weltweit verbreitet ist, und insbesondere der auf den Almen hergestellte Fontina DOP darf auf den Tischen der Feinschmecker nicht fehlen. Zahlreiche lokale landwirtschaftliche Betriebe stellen ihn her und sind Mitglieder des Konsortiums der Erzeuger und zum Schutz der DOP Fontina.
Neben diesem unglaublichen Käse, der zu jeder Jahreszeit passt, gibt es jedoch noch weitere gastronomisch interessante Produkte, die man sich bei einer kulinarischen Entdeckungsreise durch das Tal auf keinen Fall entgehen lassen sollte.
Darunter befinden sich einige frische Kuhmilchkäse, darunter der Reblec oder gereift wie die Tome-Käse. Typisch für das Aostatal ist außerdem die Ricotta aus Salignön, cremig und fettig, mit einem scharfen und würzigen Geschmack, vermischt mit Salz, Pfeffer und Chili.
Zu den Produkten, die man unbedingt probieren und entdecken sollte, gehört außerdem die Micooula, ein typisches süßes Brot aus der Gemeinde Hône, das aus Vollkornweizen- und Roggenmehl, Kastanien, Rosinen, getrockneten Feigen, Butter, Eiern, Salz und Zucker zubereitet wird. Erwähnenswert ist daher auch dasin Piata di Issogne, P.A.T., ein süßes Fladenbrot aus Roggenmehl, Butter, Rosinen und Walnüssen, garniert mit Äpfeln und Zuckerguss.
Auch wenn sie teilweise von der piemontesischen Kochtradition beeinflusst ist und aus dieser hervorgegangen ist, ist es im Aostatal nicht ungewöhnlich, dass man, wenn man Lust auf etwas anderes als Brot hat, die miasse; eine Art Fladenbrot aus Wasser, Maismehl, Eiern und Öl, das auf speziellen Platten gebacken wird